Orange Tour – Mittelstufe

Wild Weekend

von Clive Duncan

9. und 10. Schulstufe bzw. sprachlich fortgeschrittene SchülerInnen der 8. Schulstufe sowie Berufsschulen

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Dauer: 55-60 Minuten

Preis: EUR 8,00
(pro Schüler/in; inkl. UST und Textheft)

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Abenteuer finden für Jugendliche heutzutage meist nur noch in Computerspielen statt. So können sich schon ein paar Tage unter freiem Himmel abseits der Campingplätze zu einer Mutprobe entwickeln. Als Angus, Leanne und Denise auf das Angebot ihres Schulkollegen Shane, ein Wochenende in der Waliser Natur zu verbringen, eingehen, weiß keiner von ihnen, was sie erwartet. Der Aufschneidertyp Shane will sich gegen die „raue Wildnis“ behaupten, während die drei anderen aus sehr unterschiedlichen Motiven mitkommen: Angus, nur Spaßes halber, Leanne, weil sie an Shane interessiert ist, und Denise, um dem strengen Regiment ihrer Eltern zu entkommen. Ausgerüstet mit einem Zelt, Schlafsäcken und einigen Dosen Bohnen, lassen sich die vier Abenteurer von einem Taxi, das sie in drei Tagen wieder abholen wird, zwölf Meilen von der Zugstation entfernt, absetzen. Nach weiteren drei Meilen Fußmarsches beschließt der selbst ernannte Anführer Shane das Lager aufzuschlagen. Leider hat er dabei nicht an die nötige Wasserversorgung gedacht und auch das Zelt widersetzt sich seinen Aufbauversuchen. Wasser gibt es bald mehr als erwünscht, denn ein Wolkenbruch durchnässt alle bis auf die Knochen. Während sich die anderen noch bedauern, hat Denise im Handumdrehen das Zelt aufgestellt und erregt damit zum ersten Mal Shanes Missmut, der seine Autorität untergraben sieht. Zu allem Überfluss hat Angus vergessen, den Dosenöffner zu den mitgebrachten Dosen einzupacken.

Am nächsten Morgen wird beschlossen, das Lager abzubrechen und das Taxi zurückzurufen. Doch der Akku des einzigen Smartphones ist leer, denn Leanne hat die Nacht mit Streamen und Chatten verbracht. Nachdem sich Angus zu allem Überfluss auch noch den Knöchel verletzt, sitzen die Ausflügler endgültig in der „Wildnis“ fest. Während Shane noch herumkommandiert, organisiert Denise Pilze und Wasser. Die Konflikte und gegenseitigen Schuldzuweisungen spitzen sich zu und als die Vegetarierin Denise schließlich auch noch den Hasen freilässt, den sie mit viel Glück gefangen haben, jagt Shane sie davon.

Ab diesem Zeitpunkt beginnt der offene Kampf, denn Denise, deren Selbstvertrauen durch ihre kleinen Erfolge gestärkt ist, erschließt einen zweiten, geeigneteren Lagerplatz und bringt Shane durch kleine Überfälle nicht nur um die Ausrüstung, sondern auch um seine Mitstreiter. Kaum in dieser neuen „Machtposition“, wird die neue Anführerin ihrerseits unausstehlich, wie zuvor Shane. Während Angus diese neue dominante Seite an Denise sehr attraktiv findet, erkennt Leanne, dass sie wesentlich mehr Spaß und Erfolg ohne die sinnlosen Rivalitäten um die Anführerrolle haben könnten. Ein Anführer wird überflüssig, wenn jeder die Verantwortung für sich selbst übernimmt und sich gleichermaßen in die Gruppe einbringt. Und so starten sie einen letzten, gemeinsamen Versuch ihre Lage in den Griff zu bekommen und den Ausflug zu genießen.